Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.
Digitales Hessen - Smarte Region
NEWSLETTER
März 2025
Liebe Smart Region-Community,

smart together – das ist nicht nur am 26.05.2025 das Motto des Landeskongresses „Digitale Städte – Digitale Regionen“, zu dem wir Sie herzlich einladen. Auch im heutigen Newsletter geht es um Zusammenarbeit in smarten Kommunen und Regionen. Nicht zuletzt die vielen interkommunalen Starke Heimat-Projekte haben gezeigt, dass Digitalisierung am besten gemeinsam und eben interkommunal gelingt. Warum das so ist und welche Beispiele das belegen, erfahren Sie hier. Einige Tipps für den erfolgreichen Start einer interkommunalen Kooperation sind auch dabei.

Für Kurzentschlossene möchten wir noch auf die KI-Tour hinweisen: am Samstag, 22.03.2025 können Sie in Offenbach KI zum Anfassen erleben. Details finden Sie im Beitrag unten.

Ein kleiner Ausblick: auch in diesem Jahr werden einige Projekte aus Mitteln des Programms „Starke Heimat Hessen“ gefördert werden. In Kürze berät die Jury über die vorliegenden Förderanträge, so dass die Projekte ab Juni werden starten können. Es werden ganz sicher auch wieder interkommunale Projekte darunter sein. Wir werden in einem der nächsten Newsletter berichten.

Nun wünschen wir viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf Ihre Anmeldungen und Beiträge zum Kongress „Digitale Städte – Digitale Regionen“!

Ihr Team der Geschäftsstelle Smarte Region
Symbolbild Zusammenarbeit
Leitartikel
Interkommunale Zusammenarbeit
Digitalisierung gelingt am besten gemeinsam – smart together
Eine Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) bietet die Möglichkeit, Herausforderungen gemeinsam zu meistern und gleichzeitig die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Denn schließlich stehen alle Kommunen vor sehr ähnlichen Voraussetzungen. Dies gilt besonders für die Digitalisierung. In smarten Kommunen und Regionen, die moderne Technologien und innovative Ansätze nutzen, um die Lebensbedingungen zu optimieren und Ressourcen zu schonen, zeigt sich das Potenzial dieser Zusammenarbeit.
Effizienzsteigerung durch Ressourcenteilung
Ein zentraler Vorteil der Interkommunalen Zusammenarbeit ist die Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln. Kommunen haben begrenzte finanzielle und personelle Mittel. Durch die Kooperation können sie gemeinsam Projekte realisieren, die für eine einzelne Kommune möglicherweise nicht umsetzbar wären. Wie dies erfolgreich gelingen kann, zeigt die Kooperation zwischen dem Odenwaldkreis und dem Main-Kinzig-Kreis. Beide Landkreise standen vor der gleichen Fragestellung und haben sich zusammengetan, um diese gemeinsam zu lösen. Die innovative, digitale Logistik-Plattform „Garantiert geliefert“, die auf dem bereits etablierten System „garantiert mobil!“ des Odenwaldkreises aufbaut, hat das Ziel, Leerfahrten und ungenutzte Ladekapazitäten im regionalen Güterverkehr zu identifizieren und für Dritte zur Buchung anzubieten. Durch diese Maßnahme können die Transportkosten für bereits geplante Fahrten signifikant gesenkt werden.


Abbildung: (c) boggy22_iStockphoto
Mehr lesen
Aus der Praxis
Interkommunal durchstarten für die Digitalisierung – aber wie?
Das Digitalministerium legt viel Wert auf Interkommunale Zusammenarbeit bei der Digitalisierungsförderung, doch häufig stellt sich die Frage, wie das über mehrere Kommunen und große Entfernung hinweg funktionieren kann. Wir haben bei der IKZ Digitale Kommune@Hessen nachgefragt, von der es heißt, sie sei die „digitale Spitze Hessens“.
Ursprünglich wurde der energiegeladene Zusammenschluss aus sechs unterschiedlichen Städten zur Umsetzung des OZG gegründet. Genauso wie sich die Städte mit Limburg als kleinste und Offenbach als größte Stadt unterscheiden, sind auch die Strukturen deutlich unterschiedlich. In einer Stadt kümmert sich die IT-Abteilung um die interkommunale Zusammenarbeit, in einer anderen Stadt eine Smart-City-Stabsstelle. Es gibt einige wenige und wichtige Stellschrauben, die entscheidend für den Erfolg dieser IKZ mit hervorragendem Lernen voneinander und die Umsetzung von Förderprojekten sind – im Folgenden wird darauf eingegangen.


Abbildung: (c) HMD | Jana Kay
Foto eines Workshops bei dem Kongress Digitale Städte - Digitale Regionen
Mehr lesen
3 Fragen an:
Prof. Dr. Mascha Will-Zocholl
Professorin für Soziologie der Digitalisierung von Arbeit und Organisation an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) Wiesbaden - Abbildung: (c) privat
Digitalisierung gelingt nur gemeinsam – warum ist das so und welche Beispiele belegen dies, Frau Prof. Dr. Will-Zocholl?
Auf Basis des Internets ist ein „Informationsraum“ entstanden, der Kooperation, Koordination und Vernetzung fördert und gleichzeitig auch erforderlich macht, weil damit eine umfassende Transformation möglich wird, die Verwaltungen nicht alleine bewältigen können. Zudem entstehen neue Möglichkeiten, bisher unsichtbare Prozesse transparent, nachverfolgbar und einer Planung zugänglich zu machen. Das ist insbesondere im Smart-City Kontext relevant, in dem eine Reihe neuer Anwendungen entstanden sind, die z.B. Mobilitätsplanung oder die Müllentleerung neu aufstellen können. Allerdings setzt das zweierlei voraus: Erstens geht es darum, diese Ansätze und Ideen mit der Verwaltungsdigitalisierung im Innern zusammen zu denken (was erfahrungsgemäß nicht selbstverständlich ist). Nicht selten werden beide Themen als zwei völlig unabhängige Themen betrachtet und dementsprechend getrennt voneinander in der Organisation aufgehängt. Zweitens bieten sich dabei viele Chancen interkommunaler Kooperation bei Themen, die nicht einzelne Kommunen allein betreffen und die zum Beispiel auch nicht ohne einen Austausch oder die gemeinsame Erhebung von Daten bewältigt werden können. Ein Beispiel dafür ist die Bündelung von Ressourcen zur Kompetenzentwicklung von Beschäftigten, wie sie das Projekt „RoadMap“ mit fünf beteiligten Kommunen, deren Zusammenarbeit schon über Jahre in einer IKZ gewachsen ist, mithilfe einer umfangreichen Förderung umsetzen konnte. Für eine einzelne Kommune wäre das nicht umsetzbar gewesen.
Was sind Voraussetzungen für erfolgreiche interkommunale Projekte? Für welche Themen und Projekte eignet sich der interkommunale Ansatz besonders?
Erfolgreiche interkommunale Projekte setzen voraus, dass es zunächst auf personaler Ebene schon ein gewisses Maß an Vertrauen gibt, das Kooperationsbeziehungen überhaupt ermöglicht, um dann in einem gemeinsamen Austausch Schritt-für-Schritt Strukturen für die Zusammenarbeit aufzubauen. Dabei ist es wichtig mit politischer Rückendeckung, gemeinsam Ziele zu definieren und eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung vorzunehmen. Eine stabile Kooperationsstruktur mit verbindlichen Absprachen und regelmäßiger Kommunikation ist essenziell, um langfristig Synergieeffekte zu erzielen. Besonders geeignet ist der interkommunale Ansatz für Themen wie IT-Infrastruktur, digitale Bürgerdienste, gemeinsame Beschaffung oder Smart-City-Konzepte, da hier durch Zusammenarbeit Kosten gesenkt und Prozesse effizienter gestaltet werden können. Auch in Bereichen wie Personal- und Kompetenzentwicklung profitieren Kommunen durch Wissenstransfer und gemeinsame Weiterbildungsstrategien.

Die Umsetzung interkommunaler Zusammenarbeit ist bei den Themen am einfachsten, die allein gar nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden können, so dass Komplementarität ein wichtiger Faktor ist. Die größte Herausforderung liegt sicherlich bei Vorhaben, wo ganz grundsätzlich überlegt wird, sich organisatorisch gemeinsam aufzustellen, wie z.B. im Bündeln von „Back-Office“-Tätigkeiten oder Shared Service-Centern. Dafür ist aber schon ein tiefergehendes Vertrauen und eine umfassendere Abstimmung notwendig, und das bedeutet auch nach innen größere Veränderungen in den Zuständigkeiten und Aufgaben der Beschäftigten und Führungskräfte, d.h. hier ist dann auch stärker eine interpersonale Zusammenarbeit auf allen Hierarchiestufen gefordert.
Was geben Sie Menschen mit auf den Weg, die eine interkommunale Kooperation starten wollen? Was sollten die ersten Schritte sein?
Wie schon erwähnt, ist es erst einmal wichtig, eine Vertrauensbasis zu schaffen. Dies kann geschehen, in dem man sich zunächst kleinere, gemeinsame Projekte vornimmt und nach und nach auch den Kreis der Beteiligten ausbaut, um durch transparente Kommunikation und klare Verantwortlichkeiten ein solides Fundament für die interkommunale Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei macht es Sinn, sich zunächst auf solche Themen zu konzentrieren, die wenig Konfliktpotential bergen, weil man schnell eine gemeinsame Zielsetzung findet. Gemeinsame Interessen und Herausforderungen lassen sich durch eine Bedarfs- und Potenzialanalyse ermitteln. Erste Schritte sollten eine Verankerung der Kooperation auf politischer Ebene, die Definition konkreter Ziele und ein Pilotprojekt zur Erprobung der Zusammenarbeit sein. Es empfiehlt sich zudem, bestehende erfolgreiche Kooperationen als Orientierung zu nutzen und regelmäßige Reflexionsrunden einzuplanen, um Anpassungen vorzunehmen. Funktioniert das gut, können weitere Schritte unternommen werden, die langfristigere Formen der Zusammenarbeit benötigen. Wichtig ist auch, dass man sich von Beginn an auf einen Modus der Konfliktlösung verständigt, damit nicht bei eintretendem Misserfolg von einzelnen Vorhaben gleich die komplette interkommunale Zusammenarbeit zur Disposition steht. Oder für den Fall, dass einzelne Personen nicht zusammenarbeiten können. Es bedarf für die Zusammenarbeit einer Kultur der Offenheit und des Austauschs sowie einer positiv genutzten Fehlerkultur. Deshalb ist es wichtig, auch die Beschäftigten auf die Zusammenarbeit vorzubereiten, sie einzubinden und zu begleiten.
KONGRESS
Keyvisual Kongress
Landeskongress „Digitale Städte – Digitale Regionen“ am 25./26. Mai 2025 in Marburg
Der Kongress „Digitale Städte – Digitale Regionen“ ist die Leitveranstaltung des Landes Hessen für die Digitalisierung in Kommunen und Regionen. Am 26. Mai findet er wieder im Lokschuppen in Marburg statt und bietet viel Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Am Vorabend laden wir zum „Grill & Chill" ein.

Wir freuen uns auf Sie, melden Sie sich gerne an!
Mehr Information und Anmeldung
KI TOUR
Bild KI Tour Einladung
KI macht Zukunft! Digitalministerin zeigt Roboter und Künstliche Intelligenz in Offenbach
Künstliche Intelligenz ist ein hochaktuelles, wichtiges Thema, das eine immer größere Rolle Im Alltag spielt. Welche Chancen bietet KI, welchen Nutzen hat sie und was sind mögliche Risiken? Darüber möchte Digitalministerin Kristina Sinemus gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und Expertinnen und Experten auf einer KI-Tour durch Hessen sprechen.
Mehr Information
TERMINE
Samstag
KI macht Zukunft! Digitalministerin zeigt Roboter und Künstliche Intelligenz in Offenbach
Offenbach am Main
Dienstag
Smart Region" - kurz und bündig
Online
Mittwoch - Donnerstag
BREKO fiberdays 2025
Frankfurt am Main
Dienstag
ERFA - Klima, Energie, Wasser und Katastrophenschutz
Online
Donnerstag
Gigabitgipfel Hessen 2025
Bad Vilbel
Montag
Kongress "Digitale Städte - Digitale Regionen 2025": Jetzt anmelden!
Marburg
AKTUELLES
Geschäftsstelle
Smarte Region Hessen:

Hessisches Ministerium
für Digitalisierung und Innovation

Taunusstraße 3
65183 Wiesbaden

E-Mail: info@smarte-region-hessen.de
Internet: www.smarte-region-hessen.de

Sie möchten keine weiteren Newsletter erhalten? Klicken Sie hier, um den Newsletter abzubestellen.